Klassenlehrerteams 5/6

Teamarbeit in den Schuljahrgängen 5/6

Die Aufnahme der Klassen 5 und 6 im Jahr 2004 stellte eine neue Herausforderung dar, die es anzunehmen galt. Im Schuljahr zuvor (2003/2004) bildete sich zur Vorbereitung dieser Veränderung eine Arbeitsgruppe, die sich mit Themen wie der Frage nach einem angenehmen Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule, einer sinnvollen Einführungsphase, dem Umgang mit den neuen jungen Schülern etc. beschäftigte.
Es entsteht die Idee der Bildung von Klassenlehrerteams. Sie lösen damit das bisherige Prinzip der Betreuung durch einen Klassenlehrer und einen Stellvertreter ab.
Klassenlehrer zu sein und gleichzeitig im Team zu arbeiten ist für alle neu, so dass es wichtig erscheint, erste Erfahrungen auszutauschen und das Konzept weiterzuentwickeln.
So wird eine Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Teamarbeit sowie allgemein zur Arbeit in den Schuljahrgängen 5/6 gegründet.
Nach einigen Monaten Erfahrung in den fünften Klassen ergibt die Diskussion der beteiligten Lehrer, dass Teamarbeit für die Schüler, die Lehrer und das Schulklima als sehr sinnvoll erachtet wird. Schüler können verstärkt gefördert werden, da sie sich mit dem gewünschten Verhalten – einschließlich des sozialen- öfter auseinandersetzen, wenn alle Lehrkräfte dieselben Regeln und Konsequenzen anwenden. Zudem erleichtert Teamarbeit auch einen projektorientierten, fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht.
Allerdings wird deutlich, dass Teamarbeit nur gelingen und auch langfristig Grundlage der Arbeit in der Unterstufe sein kann, wenn sich einige grundlegende Bedingungen verändern.
Als `äußere´ Bedingungen für funktionierende Teamarbeit wird zum Beispiel erarbeitet, dass die Übernahme einer Klasse 5 gewollt sein sollte und dass sich die Teams selber finden sollen. Ein zentraler Punkt ist die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Rollen (ehemals Klassenlehrer/in bzw. Stellvertreter/in).
Viele erarbeitet Punkte wurden bereits umgesetzt und haben sich bewährt, d.h. die Teams sind `enger´ zusammengewachsen und die gemeinsame Arbeit ist effektiver geworden.
Es gibt aber trotzdem noch einige wichtige Forderungen und Entwicklungsansätze.

Weitere Themen der Arbeitsgruppe sind die Erarbeitung sinnvoller Rituale:

Um den Schülern den Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium zu erleichtern, finden beispielsweise drei Einführungstage statt, die die Schüler ausschließlich mit ihrem Klassenlehrerteam verbringen. Diese intensive und kontinuierliche Betreuung durch feste Ansprechpartner dient der schnelleren Eingewöhnung und Verbindung zu `ihrer´ Schule. Durch diese Organisation erreichen die Schüler eine größere – auch räumliche- Sicherheit. Der Übergang vom Unterricht bei wenigen Lehrkräften in der Grundschule hin zum Umgang mit Fachlehrern auf der weiterführende Schule vollzieht sich so schonend.
Innerhalb der ersten drei Wochen findet ein Wandertag möglichst mit gemeinsamen Abschlussgrillen in die nähere Umgebung der Schule statt.
Durch selbsterstellte Regeln innerhalb der Klasse (Klassenordnung) sollen die Schüler zu einem disziplinierten, verantwortungsbewussten Miteinander geführt werden.
Die jeweiligen Klassenlehrerteams der fünften Klassen weisen die zukünftigen Klassenlehrerteams in bewährte Vorgehensweisen ein.

Die Arbeitsgruppe wird an einem Konzept zur Arbeit in den Jahrgängen 5 und 6 weiter arbeiten, um dazu beizutragen, dass Prinzipien, die sich bewährt haben, festgeschrieben werden und so die Arbeit erleichtert wird.

Inhalte weiterer Treffen werden beispielsweise sein:

  • Umgang mit Störungen/verhaltensauffälligen Kindern,
  • schülerorientierte Unterrichtsmethoden und Fächerverbindungen, Fachlehrerteams,
  • Einbezug von LionsQuest in der Unterstufe.

Kirchner (Januar 2007)