Presse

„Hecheln Vorgaben hinterher“

Doppelabitur im nächsten Jahr: Uslars Gymnasium-Leiter sieht einige Probleme

Am Gymnasium Uslar stünden Schüler und Lehrer vor großen Anforderungen, um beide Jahrgänge auf einen einheitlichen Stand zu bringen, berichtet Schulleiter Dr. Hermann Weinreis: „Die Fördermaßnahmen in früheren Jahren und die Veränderung der zu erlernenden Inhalte und Fähigkeiten haben nur in begrenztem Maße geholfen. Organisation und Entwicklung an den Schulen hecheln den Vorgaben hinterher.“

Das Uslarer Gymnasium habe sehr viele Lehrerstunden in den Doppeljahrgang investieren müssen, um als kleine Schule trotz der hohen Schülerzahl das Kursangebot aufrecht erhalten zu können. Für viele Lehrer verdoppele sich auch die Zahl der Korrekturen und Prüfungen in der Vorbereitung und in der Durchführung des kommenden Abiturs.

Fatal wäre nach Ansicht des Uslarer Gymnasium-Leiters eine Nichtbesetzung frei werdender Stellen mitten im „Doppeljahrgang“. Langfristig sieht er Probleme bei der Verlagerung des Lernstoffes in jüngere Jahrgänge durch das G8 (Abitur nach zwölf Jahren), die nach den Erfahrungen am Gymnasium Uslar zum Teil überfordert seien. Dr. Weinreis: „Viele Kollegen hätten die ,jungen Erwachsenen’ des Jahrgangs 13 gern weiter an unserer Schule unterrichtet.“

Insgesamt sind nach Angaben von Weinreis viele Weichenstellungen bereits vorgenommen worden, weil die Schule das Doppelabitur seit einem Jahr im Blick haben musste. Probleme mit überfüllten Kursen und Räumen gebe es nicht, das sich die Schülerzahl insgesamt ja nicht verändert habe.

Mehr Zeit für Prüfungen

Wegen der Größenordnung des Doppeljahrgangs benötige die Schule im nächsten Jahr aber deutlich mehr Zeit für die mündlichen Prüfungen. Und: Die Verabschiedung und auch der Abi-Ball müssten eventuell in der Sporthalle der Schule stattfinden. Das müsste aber erst noch abgeklärt und mit den zukünftigen Abiturienten abgesprochen werden. (fsd, 16.08.2010)

 

 

Erstes Uslarer Filmfestival mit Beiträgen des Seminarfachkurses am Gymnasium

Olivia und Jannika jubeln

Uslar. Erstmals wurde in Uslar ein Filmpreis vergeben: Die Purple Turtle, eine lila Schildkröte mit pinkfarbenen Muffins gefüllt, erhielten im prall gefüllten Café Arte Olivia Poppe und Jannika Lossner für ihren Dokumentarfilm über die „Leipziger Montagsdemos“, in dem Zeitzeugen über die Ereignisse vor 20 Jahren berichten.

Das „Purple-Turtle-Filmfestival“ hat der Seminar-Fachkurs Film des Gymnasiums Uslar veranstaltet und dabei die Ergebnisse des Dokumentarfilmprojektes aus Leipzig vorgestellt. Zwar wurden die sieben Dokumentarfilme schon in der Schule benotet. Im Café Arte aber stellten sich die jungen Produzenten der Öffentlichkeit und dem Urteil einer Publikumsjury (Sigrid Lindner-Kupke, Lara Böhnke, Mechthild Siegler, Christina Bäthe und Anna-Lena Kirchhoff).

 

Preise vom Literaturkreis

Mirco Lange und Felix Riemenschneider mit ihrem Beitrag über die „Schaubühne Lindenfels“, einer Kino- und Theatereinrichtung, die als gemeinnützige Aktiengesellschaft betrieben wird, und Milena Meier mit Stefanie Eichmann, die sich auf die Suche nach „Leipzigs Skaterszene“ begeben hatten, belegten die folgenden Plätze. Die drei Erstplatzierten erhielten vom Literatur- und Kunstkreis Uslar Eintrittskarten für das Kabarett „Leipziger Pfeffermühle, das am 18. März in Eschershausen gastiert.

Lea Hanke und Anna Szustek moderierten den Abend mit den sieben Filmbeiträgen und dankten den Sponsoren aus der Uslarer Geschäftswelt, die das Filmfestival unterstützten. Ansgar Weingarten, der Leiter des Seminarfachkurses, zeigte sich „stolz auf die Leistungen der Schüler“ und erhielt, in einer kleinen Parodie auf die Oscar-Verleihungen, den Oscar als bester Seminarfach-Leiter.

Hier die weiteren Beiträge: Janina Kempe und Alina Schönherr drehten einen Bericht über den „Leipziger Hauptbahnhof“, Franziska Bäthe und Helge Korengel zeigten in „Leipzig persönlich“ die Stadt durch die Augen von Leipzigern betrachtet. Jannik Bähr, Sarah Böker, Annika Schubert und Lena-Marie Brandt kümmerten sich um „Leipzig bei Tag & Nacht“ und beleuchteten sie Studentenkneipen-Szene. In „Leipzig. Eine Stadt. Ein Projekt.“ von Dominik Maslo, Lea Hanke und Anna Szustek ist das Filmprojekt selbst das Thema.

Die von der Technik über Namensschilder und lila Schärpen bis zum Sektempfang und Häppchen in den Pausen perfekt organisierte Veranstaltung wurde von „Sad Inside Cell“ Manuel Henne musikalisch umrahmt. (rö, 12.03.2010)

Die Preisträger des ersten Uslarer Filmfestivals: Die Sieger des Seminarfachkurses mit (von links) Milena Meier, Mirco Lange, Stefanie Eichmann, Jannika Lossner, Felix Riemenschneider und Olivia Poppe. Fotos: Röber

 

Finnen auf Stippvisite

Austausschüler aus Lohja waren eine Woche lang Gast in Familien von Gymnasiasten

Uslar. Der Besuch im VW-Werk in Wolfsburg war für die 22 jungen Finnen, die eine Woche lang Gäste in Familien Uslarer Gymnasiasten waren, sehr spannend. Und auch die Weihnachtsmärkte in Goslar und Uslar sowie der Rundgang in der Brauerei Haffner fanden die Jugendlichen aus der finnischen Partnerschule Lohja sehr interessant. Das sagte der 17-jährige Finne Pietari Peltonen.

Nach dem Besuch der Après-Ski-Party vor dem Alten Rathaus in Uslar startete der Reisebus noch in der Nacht zum Flughafen Berlin-Tegel. Mittlerweile sind alle wohlbehalten in ihrer Heimat angekommen, hieß es von den Gastgebern. Viele der finnischen Jugendlichen aus Lohja wollen mit den Uslarer Schülern in Kontakt bleiben, einige erhielten Einladungen für ein Wiedersehen.

Adam Saada (17) lobte das Essen der Oma von Marius Herbold aus Arenborn. Besonders Hähnchen mit Kartoffeln haben ihm geschmeckt. Aber generell "essen die Deutschen zu viel Fett", sagte der Finne, der seit Jahren Deutsch an seinem Gymnasium lernt.

Die 17-jährige Ternikki Vaarala aus Lohja lebte in der Familie von Tobias Wellhausen in Arenborn und fühlte sich dort wohl. Sie hat festgestellt, dass der Unterricht am Uslarer Gymnasium sehr unruhig ist. "Die Schüler sprechen sehr viel untereinander", sagt sie.

Der Bodenfelder Janis Loewe fand den Trubel im Haus mit dem finnischen Gast toll. Zur Not wurden Hände und Füße zur Verständigung zu Hilfe genommen. Der Gymnasiast war bereits einmal in Lohja und ist von der Gastfreundschaft begeistert. Ebenso Tobias Wellhausen, der seinen Gast auch mit zum Handballtraining nahm. "Die Finnen haben wenig Zeit für Hobbys", sagt Wellhausen. Zehntklässler des Gymnasiums starten im Jahr 2011 nach Lohja. (jdx, 14.12.2009)

 

Umwelt im Klassenraum
Aktion und Information beim Klima- und Energietag des Uslarer Gymnasiums
 
Uslar. Passend zum Weltklimagipfel im dänischen Kopenhagen hat sich das Uslarer Gymnasium bei einem speziellen Schultag mit den aktuellen Themen Klimaschutz, regenerative Energien und Umweltschutz auseinandergesetzt. Einen Tag lang standen nur Klima und Energie im Mittelpunkt des Geschehens an der seit diesem Sommer zertifizierten Umweltschule, wie sich das Gymnasium offiziell nennen darf.
Schirmherr des Klima- und Energietags war Northeims Landrat Michael Wickmann, der in der Schulaula an die Schüler appellierte, vernünftig mit Energie umzugehen. "Jeder Einzelne kann vieles mit beeinflussen", sagte Wickmann und nannte den Verzicht exemplarisch als Beispiel den Verzicht auf den Standby-Modus bei vielen elektrischen Geräten.
Der Landkreis setze in Zukunft weiter auf erneuerbare Energie wie Wind- und Sonnenkraft oder auch auf Biogas. "Wir werden einen Energie-Mix haben und sollten Energie nur dort einsetzen, wo sie nötig ist", so Wickmann vor den Gymnasiasten.
Im Mittelpunkt stand ein 35-Minuten-Film des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) zum Thema Klima und Energie, in dem ebenfalls ein verantwortungsvoller und bewusster Umgang mit Energie aus verschiedenen Quellen angemahnt wurde. Laut Schulleiter Dr. Hermann Weinreis sind der praktizierte Umweltschutz und das dauerhafte Umweltbewusstsein ein wichtiger Bestandteil des Profils der Schule. Alle 850 Schüler des Gymnasiums würden sich mit dem Thema auseinandersetzen, sagte Weinreis.
Einige Klassen seien gar mit einem eigens entwickelten Arbeitsprogramm beteiligt. Hauptaspekte seien der ressourcenschonende Umgang mit Energie und der Klimaschutz. Den jungen Gymnasiasten solle ein angemessenes Umweltbewusstsein vermittelt werden, das für verantwortungsbewusste Entscheidungen nötig sei.
Informationen und Stände gab es vom BUND, dem Uslarer Arbeitskreis Intelligente Energienutzung, den Firmen Viessmann (Allendorf) und Wilksch-Ellies (Schönhagen), Volker Ruwisch (Dinkelhausen), der Stadtwerke Uslar GmbH, Windkraftenergie Sömmerling GmbH, Greenpeace-Jugend Göttingen und dem Landkreis Northeim, der Biogas-Anlagen vorstellte. (jdx, 16.12.2009, Foto: Dumnitz)
 

 

 
Junge Finnen winken im Forum
Das Uslarer Gymnasium ist für eine Woche Gastgeber für 22 Jungen und Mädchen des finnischen Gymnasiums aus Lohja. Die 17- und 18-jährigen Schüler sind in den Familien der gleichaltrigen Gymnasiasten untergebracht. Die Gastschüler (im Bild winkend mit ihren Partnerschülern im Schulforum) sind seit Freitag in Deutschland. Ihr Flugzeug landete in Berlin, wo sie unter anderem einen Weihnachtsmarkt besuchten. Seit Sonntag sind sie in ihren Gastfamilien, sagte der Austausch-Betreuungslehrer Werner Schladerbusch (im Bild rechts mit den finnischen Lehrerinnen Sanna Benamar und Tiia Pulkkinen). Die Finnen nehmen meist am Unterricht ihres Oberstufen-Jahrgangs am Gymnasium teil und besuchen heute das VW-Werk in Wolfsburg, planen eine Brauereibesichtigung in Uslar und wollen außerdem zum Weihnachtsmarkt nach Goslar fahren. Es sei aber auch noch genug Zeit für Kontakte in den Gastfamilien, hieß es. (jdx, 08.12.09) Foto: Dumnitz

 

Blick in andere Welten

USLAR. Ein Jahr in Amerika, Australien oder Asien – viele deutsche Schüler träumen von einem Jahr im Ausland. Umgekehrt ist Deutschland auch ein Ziel für Austauschschüler, wie Florin Catalin Lita aus Rumänien und Roxane Demanet aus Belgien.
Über das Programm „Youth for Understanding“ kamen der 16-Jährige aus Constantza am Schwarzen Meer und die 17-Jährige aus Charleroi südlich von Brüssel nach Uslar und besuchen das Gymnasium. Während Florin Catalin Lita für ein Jahr bei seiner Gastfamilie leben wird, darf Roxane Demanet während ihres letzten Schuljahres nur für ein Trimester ins Ausland.
Schnell Deutsch gelernt
Doch diese Zeit hat sie perfekt genutzt: Nach zwei Monaten spricht die junge Belgierin fast fließend Deutsch. „Ich bin nicht so gut in Mathe, aber Sprachen fallen mir leicht“, sagt die 17-Jährige aus Wallonien. Im französischsprachigen Teil Belgiens lernen die Schüler vor allem Niederländisch und Englisch. Doch Roxane hat bereits vor Jahren während eines Schuljahres im Internat Deutsch gelernt. „Die deutsche Kultur hat mich schon immer fasziniert“, erzählt die 17-Jährige, der Pünktlichkeit und Disziplin im Gastland gefallen.
Das selbst von vielen Einheimischen geteilte Vorurteil, die Deutschen seien kalt, will sie nicht bestätigen. Das sei so am Anfang. „Aber wenn man näher in Kontakt kommt, sind die Leute im Gegenteil ganz freundlich. Belgier dagegen kommen direkt auf einen zu und sagen, schön dass du da bist. Aber es bleibt Abstand.“
Florin will hier studieren
Während Roxane Demanet nur aus Interesse nach Deutschland gekommen ist, hat Florin Catalin Lita ein festes Ziel. Er will Deutsch lernen, um nach der Schulzeit in Deutschland Informatik zu studieren. Seit drei Jahren steht Deutsch als zweite Fremdsprache auf seinem Stundenplan.
Am Uslarer Gymnasium geht in er in die 10. Klasse und fühlt sich wohl. Nach einigen Wochen fällt es ihm nicht mehr so schwer, einem Gespräch und dem Unterricht zu folgen. Ein Vorteil: „Einen Teil des Stoffs hatten wir in Rumänien schon in der 9. Klasse.“ Manches ist am Schulalltag auch ganz anders. So kennen weder der Rumäne noch die Belgierin Politik als Schulfach.
Sonst sind es vor allem die kleinen Dinge des Alltags, die den beiden Austauschschülern auffallen. Mineralwasser mit Kohlensäure zum Beispiel finden beide ungewöhnlich, sprich typisch Deutsch. Das Essen schmecke „interessant“, sagt Florin Catalin Lita. „Und ich muss hier sehr viel Tee trinken.“ Seiner Mitschülerin fielen „viel Wurst, viel Kuchen und Brötchen schon zum Frühstück“ auf dem Teller auf. Auch die Sitte, im Haus die Schuhe auszuziehen, kannte sie nicht.
So lernen beide in ihren Gastfamilien ein Stück Deutschland und in der Schule Gleichaltrige kennen. „Ich habe direkt Freunde gefunden“, erzählt die Belgierin, die wegen ihrer guten Deutschkenntnisse schnell in den zwölfte Jahrgang wechseln durfte. Auch für das Gymnasium hat die Schülerin auf Zeit ein Lob: „Der Unterricht ist interessant und die Lehrer sind nett.“ 
 
Austausch: Bildungschance für Schüler
Das Uslarer Gymnasium, das zu fünf Partnerschulen in den USA, Frankreich, Polen und Finnland Kontakte pflegt, unterstützt Austauschprogramme. „Weltoffenheit gehört zu unserem Leitbild“, sagt Schulleiter Dr. Hermann Weinreis.
Kern der Partnerschaft sind gegenseitige Besuche. So ist in der zweiten Dezemberwoche gerade eine Gruppe aus dem finnischen Lohja in Uslar zu Gast. Im Gegenzug lernen Uslarer Gymnasiasten über die Schulpartnerschaften andere Länder kennen. Außerdem gibt es verschiedene Organisationen, die Schüleraustausch organisieren. Einige Zeit im Ausland zu verbringen, sei für Schüler eine „einzigartige Bildungschance“. Das versuche man den eigenen Schülern zu vermitteln, sagt Dr. Weinreis.
„Darum haben wir auch sofort Ja gesagt, als die Anfrage für Florin Catalin Lita und Roxane Demanet von der Organisation Youth for understanding kam.“ Die Uslarer Schüler seien gegenüber den Austauschschülern sehr aufgeschlossen, freut sich der Schulleiter.
Die Austauschschüler leben während ihres Aufenthaltes in einer Uslarer Familie. Die Gastfamilien bekommen dafür kein Geld, aber auch sie lernen durch ihren Gast eine andere Kultur kennen. Dr. Weinreis: „Der Gewinn ist ein ideeller, ein menschlicher Gewinn.“  (shx, 11.12.09)

 

 

Endlich mehr Parkplätze

31 neue Stellflächen hinterm Giebel der Gymnasium-Sporthalle - Zunächst nur für Pkw

Der erste Bauabschnitt: 31 neue Parkplätze sind neben der Gymnasium-Halle in Uslar entstanden. Hier zeigt Schulleiter Dr. Hermann Weinreis auf die Stellflächen. Links neben ihm Michael Mocha vom Landkreis Northeim und Architekt Hans-Jürgen Kohrs sowie rechts und links Mitarbeiter der Firma Menneke. Foto: nh

Uslar. 31 neue Parkplätze an der Südseite der Sporthalle sollen das leidige Parkplatzproblem des Gymnasiums Uslar beheben. Der erste Bauabschnitt für das Projekt ist jetzt abgeschlossen: Die Plätze stehen zur Verfügung, zunächst aber nur für Autos, berichtete Schulleiter Dr. Hermann Weinreis.

Der Parkplatz am Kopfende und der Parkraum an der Seite der Kurt-Zimmer-Straße reichte schon länger nicht mehr aus. Hinzu kam die Enge. Jetzt stehen an der Giebelseite der Turnhalle zur Karl-Ilse-Straße hin links 15 und rechts 16 neue Stellflächen zur Verfügung. Zunächst sind die neuen Parkplätze nur für Autos gedacht. Der Untergrund bestehe bisher nur aus festgewalztem Splitt. Für Zweiräder sei das zu weich.

Für den zweiten Bauabschnitt ab dem Frühjahr kündigt der Schulleiter eine Begrünung der Fläche an: Nach jedem fünften Parkplatz soll eine Grünrabatte angelegt werden, zudem eine Seitenbepflanzung. Vorn soll Rasen eingesät werden. Die Parkflächen selbst werden mit so genanntem Öko-Pflaster ausgestattet. Dabei werden zwischen den Pflastersteinen größeren Fugen für Rasen gelassen. Die Schule hatte auf die Parkplatznot hingewiesen und mit dem Landkreis eine Lösung gefunden, sagte Schulleiter Weinreis über die Entstehungsgeschichte. Den Auftrag bekam die einheimische Firma Menneke. Die war sehr schnell und gut, lobte Gymnasium-Chef Weinreis.

Über die Kosten konnte Weinreis noch keine Angaben machen. Das sei erst zum Ende des zweiten Bauabschnitts genau zu sagen. (fsd, 20.11.09)

 

 

 

Kreis für Ganztagsschulen

Einstimmige Beschlüsse für Haupt- und Realschule sowie das Gymnasium

 

Uslar. Der Landkreis gibt als Schulträger grünes Licht für die die Anträge der Solling-Haupt- und Realschule und des Gymnasiums aus Uslar auf Einrichtung einer offenen Ganztagsschule. Der Kreisausschuss des Northeimer Kreistages hat ebenso einstimmig wie der Schulausschuss entschieden, berichtet Dr. Hermann Weinreis (Eschershausen) als SPD-Kreistagsmitglied.

Die Entscheidung des Landkreises als Schulträger war Voraussetzung für das Weiterleiten der Anträge der Uslarer Schulen an das zuständige Kultusministerium in Hannover.

Beide Schulen wollen mit dem Ganztagsangebot auf freiwilliger Basis im nächsten Schuljahr (2010/11) beginnen. Mit den Beschlüssen haben die Anträge nach den Worten von Dr. Hermann Weinreis eine wichtige Hürde genommen. Während der Landkreis die nötigen organisatorischen und baulichen Maßnahmen "im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten" umsetzen wird, berichtet der Abgeordnete, stehe noch nicht fest, ob und in welchem Umfang sich das Land an den entstehenden Personalkosten beteiligt.

Doch beide Schulen verweisen in ihren Anträgen darauf, dass das Konzept der Ganztagsschule ein notwendiger Schritt sei, der den Bedürfnissen und Wünschen der Schüler und Eltern entgegenkomme. Zusätzliche Angebote aus dem Bereich der Arbeitsgemeinschaften und der örtlichen Vereine sowie Hilfen bei Hausaufgaben und Förderunterrichte sollen die Halbtagsschule ergänzen und erweitern.

 

Zwei Gymnasium-Jahrgänge

Die Sollingschule (Haupt- und Realschule) beabsichtigt die Einführung der offenen Ganztagsschule für alle Jahrgänge, während das Gymnasium mit dem fünften und sechsten Jahrgang beginnen will, das Konzept aber für ausbaufähig hält. Dr. Weinreis: "Ausschlaggebend für die breite politische Zustimmung war sicher der Umstand, dass die Schulen ein überzeugendes pädagogisches Konzept für den Ganztagsbetrieb vorgelegt haben und ihn als wichtiges Moment ihrer Entwicklung hin zu einer modernen Bildungsinstitution sehen."

 

Hoffen auf Mensa-Bau

Für den Hauptschulzweig der Sollingschule gehe es dabei sicher um die Existenz, so Weinreis. Er hoffe, dass der Landkreis den Bau einer Mensa an der Schwarzen Erde mit Geld aus dem Konjunkturpaket II finanzieren könne und den Bedarf einer Sporthalle dort erneut überprüfe.

An den Beschlüssen beim Landkreis zum Gymnasium Uslar wirkte Dr. Weinreis übrigens nicht mit: Weil er Schulleiter am Gymnasium ist. (red/fsd, 21.10.2009)

 

 

 

„Nicht nur was für Reiche“ - Podiumsdiskussion am Gymnasium mit Politiker-Nachwuchs über die Bildung

 

  

Podiumsdiskussion über Bildung: Auf der Bühne im Forum des Gymnasiums Uslar saßen (vorn von links) Jöran Klatt (Jugendorganisation solid/Linke), Adrian Schlinsog (Juso/SPD), Moritz Keppler (Grüne Jugend/Grüne), Lorenz Seeger (Junge Union/CDU) und Thomas Möhle (JuLi/FDP) sowie Moderator Peter Reiter. Foto:  Schneider

 

Uslar. Die Bildungspolitik stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion am Gymnasium Uslar. Auf dem Podium des Forums saßen vor großer Kulisse der Jahrgänge zehn bis 13 zwei Schulstunden lang die Vertreter der Nachwuchsorganisationen der führenden Parteien.

 

Deutlich wurde vor allem angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl, dass die Jugendorganisationen den Kurs der Mutterparteien halten. Die Meinung aus dem Plenum gab Lehrer Peter Reiter als Moderator an die Politik-Vertreter als Moderator weiter: Studiengebühren brauchen wir nicht, und das gegliederte Schulsystem ist nicht gut für die Zukunft.

 

Hier eine Übersicht über die Antworten vom Podium:

 

• Thomas Möhle, Northeim, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLi), Nachwuchsorganisation der FDP: Das dreigliedrige Schulsystem und Gesamtschulen sollten zur Auswahl stehen. Studiengebühren sollten erst nach dem Studium zurückbezahlt werden, und zwar ab einem bestimmten Einkommen. • Jöran Klatt, Göttingen, von der Linksjugend solid, Nachwuchsorganisation der Partei Die Linke: Nein zum dreigliedrigen Schulsystem, sondern Eingleisigkeit so lange wie möglich. Nein zu Studiengebühren: Bildung sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. • Lorenz Seeger, Fürstenhagen, Junge Union, Mitglied im Kreisvorstand: Ja zu Studiengebühren, das sei auch für finanziell schlecht ausgestattete Studenten möglich. Er selbst finanziere sein beginnendes Studium mit einem Studienkredit. Ja zum dreigliedrigen Schulsystem mit dem Zusatzangebot von Gesamtschulen. • Adrian Schlinsog, Northeim, Vertreter der Juso, Nachwuchsorganisation der SPD: Zum dreigliedrigen Schulsystem sollten Gesamtschulen weiterhin zugelassen werden. Freie Wahl für das Abitur nach Schuljahr zwölf oder 13. Klares Nein zu Studiengebühren. • Moritz Keppler, grüne Jugend Göttingen, Nachwuchsorganisation der Gründen/Bündnis 90: Gegen ein dreigliedriges Schulsystem, für ein Gesamtschulsystem mit Chancengleichheit für alle. Nein zu Studiengebühren und auch ein Nein zu neuen Studiensystemen.

 

Schule soll Spaß machen

 

Tenor war im Publikum unter anderem, dass mit der Bildungspolitik mehr für den Individualismus der Schüler und auch mehr dafür gesorgt werden müsse, dass Schule vor allem mehr Spaß machen könne - als wichtiger Anreiz fürs Lernen. Und: Bildung dürfe nicht nur etwas für Reiche sein. (fsd, 29.08.2009)

 

Preis für Geschichtsforscher

Ehemalige Klasse 10 d des Gymnasiums holt Niedersachsenpreis im größten Wettbewerb

Uslar. Nicht jeder hat eine Urkunde, auf der ein Bundesadler eingedruckt ist und auf der Bundespräsident Horst Köhler unterschrieben hat. 25 Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Klasse 10 d des Gymnasiums Uslar nennen ein solches Exemplar seit ein paar Tagen ihr Eigen: Als erfolgreiches Ergebnis der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Nachdem die Klasse vor den Sommerferien erfahren hatte, dass sie bei diesem Wettbewerb einen Landespreis gewonnen hatte, wurden nun alle Landespreisträger in Hannover ausgezeichnet. Stellvertretend für die Klasse des Gymnasiums Uslar nahmen im Historischen Museum Luisa Herrendorf, Hans-Christian Hilke, Caroline Ossowski und der betreuende Lehrer Peter Reiter die Urkunden von der niedersächsischen Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann entgegen.

Ausgezeichnet wurde die Klasse für eine Arbeit über den Arenborner SA-Mann Ludwig Decker, der im Juli 1932 bei einer Straßenschlacht in Beverungen ums Leben kam. Unter dem Motto des Wettbewerbs „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“ untersuchten die Schülerinnen und Schüler, wie Ludwig Decker nach seinem Tod systematisch zu einem Held der NS-Bewegung aufgebaut wurde.

Sie stellten fest, dass die Erinnerung an den so genannten „Horst Wessel des Weserlandes“ bei Gedenkfeiern in Beverungen und an seinem Grab in Arenborn wachgehalten wurde und man – ähnlich wie bei Horst Wessel – ein Gedenkbuch über ihn verfasste. Nach dem Zweiten Weltkrieg verblasste der Kult um Ludwig Decker schnell, und auch sein Grab wurde in den 1960-er-Jahren eingeebnet.

Für ihre Arbeit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Zeitungsartikeln aus den 1930-er-Jahren und sahen auch im Staatsarchiv Hannover Originaldokumente ein. Mit Hilfe des Arenborner Ortsvorstehers Walter Decker sprachen einige Schüler auch mit dem Zeitzeugen Willy Wegner, der als Junge das Begräbnis Deckers beobachtet hatte und sich nach über 75 Jahren noch genau an die Ereignisse erinnerte. Viel Unterstützung erhielten die jungen Forscher zudem vom Uslarer Museumsleiter Dr. Wolfgang Schäfer. (27.08.2009 red/fsd)

 

Gärtnern für den Titel

Uslarer Gymnasium wird Umweltschule in Europa - Bewerbung mit Schulgarten

Schulgarten braucht Pflege: Hinter dem Gebäude mit dem Klassentrakt haben Schüler mit ihren Fachlehrern einen kleinen Gemüsegarten angelegt. Die Pflege läuft über Projektarbeit im normalen Unterricht.

Uslar. Das Uslarer Gymnasium erhält im September den Titel Umweltschule in Europa: Schulleiter Dr. Hermann Weinreis wertet das als einen wichtigen Schritt für das Profil der Schule. Mit zwei Schwerpunktthemen hatte sich die Schule um den Titel beworben und Erfolg gehabt.

Laut Lehrer Wolfgang Röttger gab es im Herbst 2007 erste Überlegungen, sich an dem internationalen Programm zur Umweltschule in Europa zu beteiligen. Dies wurde über die Landesschulbehörde angemeldet, dann ging es an die Arbeit.

Das Projekt Umweltschule gibt es seit dem Jahr 1990. Vorbild ist eine dänische Initiative, die Kindern und Jugendlichen mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung ihrer Schulumwelt einräumt. Träger ist die deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung. 92 Schulen aus dem Einzugsgebiet der Schullandesbehörde Braunschweig haben sich in den vergangenen zwei Jahren am Wettbewerb beteiligt.

Klima und Energie

Als Projekte im Themenbereich Klima und Energie nennt Röttger das Seminarfach Umwelt, die Teilnahme am Schulwettbewerb Klima-Checker und die Aktion "Der Stromfresserbande auf der Spur".

 

Zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" wurde der Schulwald an der Schwarzen Erde regelmäßig als außerschulischer Lernort von verschiedenen Klassen genutzt und ein Schulgarten angelegt. Außerdem wurden Vogelnistkästen auf dem Schulgelände aufgehängt. Vor dem Neubau der Eschershäuser Straße waren Schüler an einer Umsiedlungsaktion für den seltenen Lerchensporn (Corydalis cava) beteiligt.

 

"Das alles hat die Kommission überzeugt", freut sich Schulleiter Weinreis und macht gleichzeitig deutlich, dass sich die Schule nicht auf den Lorbeeren ausruhen wolle. Der Gedanke der Umweltschule solle von Lehrern und Schülern gelebt werden und wachsen. Wolfgang Röttger würde demnächst gern weiter am Thema Klima und Energie arbeiten. Es sei bereits der Stromverbrauch an der Schule überprüft worden.

Strom sparen

Nach der Auswertung der Ergebnisse wurden Verhaltensregeln ausgegeben: Statt mehrerer Kühlschränke läuft in einem Fachraum jetzt nur noch einer, Standby-Funktionen sollen nicht genutzt werden, statt dessen werden alle elektrischen Geräte laut Röttger abgeschaltet.

Was ist mit der Auszeichnung als Umweltschule in Europa verbunden? Das Gymnasium darf den Titel im Briefkopf verwenden. Das wertet Röttger als Honorierung der Arbeit aller. (jdx, 06.08.2009)

 

 

 

Werbetag fürs Gymnasium - Beim Tag der offenen Tür erhielten neue Schüler und Eltern Einblick in den Schulalltag

 

Uslar. Besucher beim Tag der offenen Tür im Uslarer Gymnasium sollten einen ganz normalen Einblick in den Schulalltag erhalten. Besonders groß vorbereitet worden sei das vierstündige Programm nicht, sagte Lehrerin Marlene Aust beim Rundgang gegenüber der HNA/Sollinger Allgemeine. Fast alle Türen des Gymnasiums waren geöffnet für die vielen Besucher, die sich nach Lust und Laune informierten. Im Forum probten das Schulorchester, der Wahlpflichtkurs Rock & Pop und die Theater-AG. Die Jungen und Mädchen der Schulgarten-AG ließen sich ebenso über die Schulter blicken wie die Schachspieler, Trickfilmer, Modellbahner und Segelflieger.

In einzelnen Klassen- und Fachräumen fand fast regulärer Unterricht statt, zu dem vor allem Viertklässler eingeladen waren. Etliche potenzielle Neu-Gymnasiasten nutzten die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild vom Gymnasium zu machen. Präsentiert wurden zudem einzelne Projekte, wie zum Beispiel zum Thema Neurophysiologie, zum Schüleraustausch und bei naturwissenschaftlichen Versuchen.

Ausstellungen zu den Themen Umweltschule, Dorf in Palästina, 20 Jahre Deutsche Einheit und selbstgebastelte Körperverpackungen rundeten das Mitmach- und Erlebnisprogramm ab. Sportlehrer Wilhelm Holz hatte eine Schulrallye zum Kennenlernen der Gebäude vorbereitet, und um die Versorgung der Gäste – darunter auch Polen aus Uslars Partnerstadt Schlochau – kümmerten sich Elternvertreter und das Team der Schulmensa.

Schulkleidung mit dem Logo des Gymnasiums wurde vorgestellt und verkauft und Schulleiter Dr. Hermann Weinreis stand für Gespräche bereit. (11.06.2009, jdx)

 

Leichtathletik: 300 Schüler aus neun Schulen wetteifern im Uslarer Solling-Stadion

Uslar. Neun Schulen aus dem Landkreis Northeim ermittelten im Uslarer Solling-Stadion die besten Leichtathleten als Vertreter für die Bezirksentscheide in Braunschweig und Wolfsburg.

Mehr als 300 Mädchen und Jungen zwischen elf und 16 Jahren waren beim Kreisentscheid des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ dabei: Das war schon der erste neue Rekord, meldet Organisator Wilhelm Holz.

Sportlich erfolgreichste Schule war das gastgebende Gymnasium mit zwei Mannschaftssiegen bei den Mädchen und Jungen in der Altersklasse III (Jahrgänge 1994-97). Je einmal gewannen die Goetheschule Einbeck bei den Jungen AK II (1992-1995) sowie die gleichaltrigen Mädchen vom Corvinianum Northeim.

In der AK IV der Jüngsten (1996 und jünger) lagen die Löns-Realschule Einbeck (Jungen) und die IGS Bodenfelde (Mädchen) vorn. Einen reibungslosen Verlauf der Wettkämpfe garantierten 25 Schülerkampfrichter und Helfer des Gymnasiums und der beteiligten Schulen. Sportlehrer Wilhelm Holz hatte die Gesamtleitung und mit LG Solling-Chef Martin Schüler als Starter und Verbandsaufsicht eine kompetente Unterstützung. Laut Sportlehrer Wilhelm Holz platzierten sich die Mädchen III als Gewinner des Kreisentscheides (mit 6222 Punkten) zwischenzeitlich bei den Bezirkswettkämpfen auf dem zweiten Platz. (13.06.2009, zhz)

 

 

 

 

 

Ein Jahr Pilotprojekt

Gymnasium-Antrag: Ganztagsschule für Jahrgänge fünf und sechs

Uslar. Das Gymnasium Uslar wird einen Antrag auf Genehmigung eines Ganztagsschulbetriebes für die Jahrgänge fünf und sechs ab dem Schuljahr 2010/11 stellen. Die Aufnahme des Ganztagsbetriebes soll ein Jahr lang erfolgen, dann wollen die schulischen Gremien erste Erfahrungen auswerten und über die Fortsetzung oder Erweiterung der Ganztagsschule beraten.

Wie Schulleiter Dr. Hermann Weinreis berichtet, sind die Beschlüsse im Schulvorstand, Schulelternrat und der Schülervertretung einmütig gefasst worden. Auch in der Gesamtkonferenz habe sich eine deutliche Mehrheit dafür gefunden. Weinreis: „Damit sind die Voraussetzungen für einen bedeutsamen Schritt der Schulentwicklung geschaffen worden.“ Der nächste Schritt: Nun könne ein Antrag an den Landkreis als Schulträger gerichtet werden, der sein Einvernehmen erteilen und die Genehmigung der Schulbehörde einholen muss.

Dr. Weinreis: „Wichtig ist, dass das zusätzliche Angebot in den Nachmittagsstunden auf freiwilliger Basis gemacht wird, die Schüler entscheiden selbst, ob sie teilnehmen wollen. Wir werden ein attraktives und bereicherndes Förderangebot zur Kompensation von Lerndefiziten wie auch zur Unterstützung besonderer Neigungen und Stärken vorhalten und damit dem Wunsch vieler Eltern und Schüler entsprechen.“ Außerdem werde die ganze Schule, deren Schüler ohnehin an mehreren Nachmittagen allein auf Grund der Wochenstundenzahl bis 15 Uhr und länger Unterricht haben, von der Ganztagsschule profitieren. Es gehe um eine verbesserte Kultur der Mittagspause und um mehr Zeit und Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung in den Pausen.

„Wir haben zunächst die Jahrgänge fünf und sechs gewählt,“ so Dr. Weinreis, „weil sie neben dem Pflichtunterricht noch zeitliche Spielräume für die Angebote der Ganztagsschule haben.“ Das Gymnasium freue sich, mit dem Beschluss auch am Konjunkturpaket II teilzunehmen, mit dem Voraussetzungen für einen Ganztagsbetrieb geschaffen werden. (red/fsd, 04.06.2009)

 

Instrumentenvorstellung im Forum 

Gestern im Forum, heute in der Friedenskirche

Heute erfüllt der Literatur- und Kunstkreis Uslar dem Cello-Spieler Christoph Bunzendahl (Antwerpen, rechts) den großen Wunsch, ein Konzert in seiner Heimatstadt zu geben. Der aus Allershausen stammende und international tätige Musiker spielt heute, Samstag, ab 20 Uhr in der Friedenskirche (Stiftstraße) mit der Harfe-Spielerin Florence Sitruk (Genf, Mitte). Titel des Konzerts: „Auf den Flügeln der Stimme“. Bunzendahl widmet es seinem im Jahr 2005 verstorbenen Großvater Heinrich Bunzendahl, der am 16. April 100 Jahre alt geworden wäre, und seiner 2006 verstorbenen Großtante Elfriede Bunzendahl, vielen hierzulande bekannt als „Fiddi“. Beide haben auf dem Eichholzhof gelebt. Vor ihrem heutigen Auftritt machten Christoph Bunzendahl und Florence Sitruk gestern am Gymnsasium Uslar Station: Vor den fünften und den elften Klassen stellten sie ihre Instrumente und ausgewählte Werke vor. Die musikalische Arbeit mit jungen Menschen liege ihnen am Herzen. Es gab viel Applaus. (fsd) Foto: Schneider

 

Sammelstelle roter Platz

Evakuierungs- und Alarmübung am Uslarer Gymnasium mit 800 Schülern

 

Uslar. Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob war zufrieden: Schon drei Minuten nach der Alarmierung durch Schulleiter Dr. Hermann Weinreis waren 800 Schüler, 60 Lehrer und 25 weitere Beschäftigte des Uslarer Gymnasiums aus dem Gebäude. Bei der Evakuierungs- und Alarmübung gestern um 9.49 Uhr klappte aber nicht alles so gut.

Weinreis wies in seiner Durchsage darauf hin, dass es sich um eine Übung handele, um eine Panik zu vermeiden. Aus allen Eingängen und über die vorgesehenen Fluchtwege verließen Schüler und Lehrer die Klassen- und Fachräume. Sammelstelle war der rote Sportplatz etwa 100 Meter vom Hauptgebäude entfernt.

Dort sollten sich die Schüler klassenweise aufstellen, Lehrer zählten durch. Da gebe es aber Schwachstellen, hieß es nach der Übung während der Manöverkritik mit allen Verantwortlichen. Nicht alle Lehrer hatten die Klassenbücher dabei, auch die Zahl der anwesenden Lehrer war nicht eindeutig festzustellen.

Als die Uslarer Feuerwehr anrückte, wurde eine weitere Schwachstelle deutlich: Im Einfahrtsbereich von der Karl-Ilse-Straße auf die Kurt-Zimmermann-Straße wurde es wegen der parkenden Autos eng: Konsequenz: Dort soll gegenüber der Einfahrt und etliche Meter auf der Zufahrtstraße zum Gymnasium eine Fahrbahnmarkierung aufgebracht werden, damit dort keine Fahrzeuge die Zufahrt verstellen.

Nach neun Minuten meldete Schulleiter Hermann Weinreis „Vollzähligkeit“ an den Stadtbrandmeister und die Polizeibeamten Jürgen Mund und Holger Culp, die die Übung beobachteten. Im Ernstfall würde die gesamte Ilse-Siedlung abgeriegelt, sagt die Polizei, um Platz für Rettungskräfte frei zu halten und besorgte Eltern und Schaulustige fernzuhalten. Für den neuen Schulleiter war die Übung eine Nagelprobe für einen überarbeiteten Alarmplan. Alle Kritikpunkte sollen verbessert werden. (jdx, 21.03.2009; Fotos: Dumnitz)

 

 

Höchstleistungen am Flügel

Musikabend am Gymnasium mit großer Bandbreite und anspruchsvoller Klaviermusik

Uslar. Normalerweise muss man für hochkarätige Klavierkonzerte Eintritt bezahlen – nicht so beim Musikabend des Gymnasiums Uslar, der unter der Leitung von Klaus Kairat in der Aula des Gymnasiums stattfand. Er hatte ein Programm zusammengestellt, das von ersten musikalischen Gehversuchen der jüngsten Musiker aus dem fünften Jahrgang bis zu sehr anspruchsvollen, feinfühlig interpretierten Klavierstücken reichte. Und der Eintritt war frei.

 

Außerdem sang der Schulchor der Klassen fünf bis neun mit Klaus Kairat, und es spielte das Schulorchester unter der Leitung von Peter Reiter. Zuerst trat Julian Geiger (Klavier) mit dem „Zug der Zwerge“ von Grieg auf, Markus Höche (Violine) folgte, Leon Siemion, Jan Sommer, Antonia Thiel und Christian Nolte trugen Klavierstücke vor.

 

Schulchor mit drei Liedern

Konrad Linkmann (Violine) spielte mit Hans-Christian Hilke (Viola, auch im Duett mit Volkert Schlichtings Viola) und mit Mathilda Sobczak (Violine), dann allein am Klavier den Danse Bohemienne von Claude Debussy und später mit dem Schulorchester. Vor der Pause trug der Schulchor drei Lieder vor und versuchte mit dem Publikum, ein gemeinsames Lied zu singen.

Nachdem das Schulorchester den zweiten Teil des Abends mit der Sommernachtstraum-Overtüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy eröffnet hatte, wurde ein Feuerwerk hochklassiger Klaviervorträge gezündet. Frederic Chopins „Etüde in E-Dur“ mit Mathilda Sobczak, Yann Tiersens „Rue des Cascades“ mit komplexen Akkord-Kaskaden von Mirco Lange, der auch Nora Schlieper für zwei Lieder auf dem Klavier begleitete, und die Toccata von Aram Chatschaturjan mit Ilona Geiger sowie zum krönenden Abschluss das Fantasie Impromptu von Chopin mit Phillip Sobczak am Flügel - das waren alles technisch anspruchsvolle Stücke, die begeisternd vorgetragen wurden.

Mit einem derart hochwertigen Konzertabend hatten viele nicht gerechnet, sonst wären sicher mehr als nur 150 Zuschauer gekommen. (rö, 10.03.2009)

 

Forum als Alkohölle

260 Schüler der achten bis zehnten Klassen sahen Theaterspiel

Uslar. Szenen wie bei Partys von Jugendlichen in der Nachbarschaft spielten sich am Dienstag auf der Bühne im Forum des Uslarer Gymnasiums ab: Jugendliche trinken Alkohol, um Spaß zu haben, Sorgen zu verdrängen, cool zu sein. In dem Stück "Alkohölle" von Autorin Beate Albrecht (Witten) war es Lena, die den Versuchungen des Teufelszeugs zum Opfer fiel.

Der Teufel spielt eine Schlüsselrolle in dem Theaterprojekt zur Sucht- und Drogenprävention. Er redet den Konsum schön und findet viele Gründe für den Griff zur Flasche. Lena ist empfänglich. Schließlich trinken auch ihre Freunde oft, gern und viel Alkohol.

Lena ist oft zu spät, vergesslich und liebt die Musik. Tante Maxi ist nicht nur deshalb genervt: Seit Lenas Vater als Mitinhaber einer Agentur vor Jahren bei einem Autounfall ums Leben kann, läuft der Laden nicht mehr. Auch damals spielte Alkohol eine Rolle. Lena vermisst ihren Vater. Und seinen Todestag übersteht sie sicher nicht ohne ein paar Bier und Kippen.

Auftrag mit Alkopops

Als Praktikantin in der Werbeagentur ihrer Tante Maxi lässt sie sich auf einen Werbeauftrag für Alkopops mit dem Namen "Devils first Kiss" ein, durch den das angeschlagene Unternehmen saniert werden könnte.

Die Tante lehnt den Werbefeldzug für Drogen allerdings trotz ihrer misslichen Lage ab. Für Alkohol will sie nicht werben. Zu groß ist das Leid, das sie durch den Alkohol in ihrem Umfeld erlebt hat. So nimmt die Geschichte eine Wende. Lena erfährt am eigenen Leib, dass Trichtertrinken und Koma-Saufen sowie die körperlichen Ausfälle und der Kater am nächsten Tag alles andere als lustig sind. Fazit: Das Leben ist ohne Alkohol viel toller.

Im Anschluss an das Stück stellten sich die vier Akteure des Projekts Theaterspiel den Fragen der Gymnasiasten. Laut Lehrerin Renate Möller und Brigitte Bittermann vom Schulelternrat sollten die Schüler durch das Theaterspiel den kritischen Umgang mit Alkohol lernen. Die Reaktionen der jungen Zuschauer zeigte, dass der Inhalt ankam, hieß es. (jdx, 05.03.2009)

 

500 Euro fürs Neue Land

Schüler vom Gymnasium Uslar sammeln Geld für die Drogentherapieeinrichtung

Uslar. Das Gymnasium Uslar arbeitet seit vielen Jahren mit der Drogentherapieeinrichtung Neues Land in Amelith zusammen: beim Suchtpräventionsprojekt, das regelmäßig im siebten Jahrgang auf dem Stundenplan steht.

„Als wir hörten, dass das Neue Land wegen dringend notwendiger Umbaumaßnahmen zu Spenden aufruft, entschlossen wir uns, auch einen Beitrag dazu zu leisten“, berichtet Mittelstufen-Koordinatorin Renate Möller von der spontanen Hilfsbereitschaft. Einige Klassen und Kurse spendeten Geld, die Klassen 6a, 7a, 7b und der Jahrgang 13 backten fleißig Kuchen und Waffeln und verkauften sie in den Pausen und am Elternsprechtag. So kamen 500 Euro für das Neue Land zusammen.

Gestern fand die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Suchtpräventionsprojektes am Gymnasium statt. Gäste des Neuen Landes berichteten den Schülerinnen und Schülern hautnah von ihren Erfahrungen mit Süchten. Danach überreichte Lehrerin Ulrike Bertermann als Leiterin des Suchtpräventionsprojektes die gesammelten 500 Euro an Eberhard Ruß, den Leiter des Neuen Landes. Er betonte, dass das Neue Land dieses Projekt gern mit dem Uslarer Gymnasium veranstaltet. (fsd/red/25.02.2009)

 

Titel für Tischtennisteams

Zwei Siegermannschaften stellte das Uslarer Gymnasium beim Tischtennis-Bezirksentscheid für den Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia in Braunschweig. Gewonnen haben die Spielerinnen der Jahrgänge 1992 bis 1995 und 1994 bis 1997, teilt Sportlehrer Wilhelm Holz (links) mit. Neben ihm (von links) Jana Schulze, Betreuerin Marita Thiele, Milena Ritter, Tabea Melching, Betreuerin Janina Thiele, Ilka Hartje, Lisa Wolkenhauer, Rosa-Lotte Wellendorf, Celina Lynen, Maja Menk, Christine Dickhuth, Lisa Rojahn, Annemarie Beyer, Susanne Dickhuth, Julia Dietzschold und Schulleiter Dr. Hermann Weinreis. In Braunschweig sind nach Angaben von Holz 60 Schüler aus dem früheren Schulbezirk angetreten. Gewonnen haben die sportlichen Gymnasiastinnen neben zwei Tischtennis-Netzen auch eine Einladung vom Schulleiter. Und: Sie haben sich für den Landesentscheid am 4. März in Lemförde/Dümmer qualifiziert. (jdx, 19.02.2009) Foto: Dumnitz

 

Rollenspiel gegen Zwang

Vier Schulen der Region machen beim Präventionsprojekt gegen Sucht und Drogen mit

 

Uslar. Computer, Fernsehen, Süßigkeiten, Rauchen, Alkohol oder Heroin: Mit dem Thema Sucht und Drogen beschäftigten sich seit Montag in einem viertägigen schulübergreifenden Präventionsprojekt in der Uslarer Jugendherberge 24 Schüler aus den weiterführenden Schulen der Region. Die Schüler sind Multiplikatoren und sollen das Thema in den nächsten Wochen in ihren Klassen aufarbeiten.

Die Schüler der siebten Klassen vom Gymnasium und der Sollingschule Uslar (Haupt- und Realschule), der Albert-Schweitzer-Förderschule Uslar sowie der Bodenfelder Heinrich-Roth-Gesamtschule wurden von neun Lehrern betreut.

Ulrike Bertermann, Walter Tschäpe und Mathias Helbing (Gymnasium), Tilman Berning und Sonja Gierke (Förderschule), Christin Sack und Andrea Nölker (Sollingschule) sowie Maren Götze und Katharina Lenck (Gesamtschule) arbeiteten vor allem mit Gruppen an dem Thema. Ausgestattet war das Projekt mit Material, das mit Geld des Landkreises und das Amtsgerichts in Northeim sowie der Kreis-Sparkasse angeschafft wurde.

 

Erfahrung mit Drogen

Beeindruckt waren die zwei Dutzend Schüler von einer Gesprächsrunde mit ehemaligen Drogenabhängigen, die jetzt im Christlichen Drogenprojekt Neues Land in Amelith leben. Einrichtungsleiter Eberhard Ruß hatte drei Therapiegäste mitgebracht.

Diese berichteten aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen mit unterschiedlichen Drogen. Anschließend beantworteten sie Fragen der Jungen und Mädchen.

Die Schüler stark zu machen gegen Drogen - das ist nach Auskunft von Projektleiterin Ulrike Bertermann das Ziel des seit zwölf Jahren etablierten Suchtprojektes. In Rollenspielen beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema Gruppenzwang. Denn oft seien es Gleichaltrige, die zum Probieren auffordern, so die Erfahrung.

 

Gespräch mit der Polizei

Die Jugendlichen der siebten Klassen seien noch am empfänglichsten für präventive Maßnahmen, sagen die Experten. Sie sollen mit ihren Lehrern an der Seite das Gelernte und Erarbeitete weitergeben.

Das System sei bewährt, weil die Schüler motivierter seien, wenn sie von ihren Mitschülern Inhalte vermittelt bekommen und gemeinsam Themen erarbeiten können, berichtet Walter Tschäpe, der bereits seit einigen Jahren bei dem Präventionsprojekt mitmacht.

Am Donnerstag waren der Uslarer Hauptkommissar Jürgen Mund und Oberkommissar Holger Culp Gast in der Jugendherberge. Sie sprachen das Thema Drogen aus Sicht der Polizei an und stellten sich den Schülerfragen. (jdx, 14.02.2009)

 

 

Schüler auf Manager-Spur

20 Uslarer Gymnasiasten machen beim einwöchigen Planspiel der Wirtschaft mit

 

Uslar. In die Rolle von Unternehmern schlüpften kürzlich 20 Uslarer Gymnasiasten des zwölften Jahrgangs aus dem Fachbereich Politik/Wirtschaft. Bei einem Planspiel in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen-Metall, der Bundesagentur für Arbeit und der Uslarer Firma Demag Cranes & Components arbeiteten sie eine Woche lang als Jungunternehmer. Dabei galt es, sich mit Themen wie Börsenkurs, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Personalwesen, Forschung und Entwicklung sowie Betriebsverfassung und Zahlungsziel auseinander zu setzen.

Ziel des MIG-Spiels (Management Information Game) unter der Regie des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft war die Ausarbeitung eines Vermarktungskonzeptes für ein Produkt, das in der Werkskantine des Uslarer Unternehmens vorgestellt wurde.

In drei Gruppen hatten sich die Schüler aufgeteilt und sich für die Präsentation vor über 50 Zuschauern in Schale geworfen. Die Gymnasiasten arbeiteten in ihrem Unternehmer-Planspiel als Techniker, Marketingchef und Produktentwickler, Kaufmann und Controller. Diesmal sollte ein Radio die Kauflust der Zuhörer wecken, die mit Stimmzetteln ausgestattet gleichzeitig die Jury bildeten.

Gewinner waren alle

Die Argumentation und Verkaufsstrategie der Uslarer Gymnasiasten, die zur Bestellung und damit zu vollen Auftragsbüchern führen sollten, wurden bewertet. Die Technik des Computers nutzten die Schüler für ihre Präsentation in der Demag-Kantine. Und gebastelte Modelle gab es auch.

Trotz der unterschiedlichen Bewertung waren zum Schluss alle Gewinner. Schulleiter Dr. Hermann Weinreis wünschte sich auch in den nächsten Jahren weiterhin eine Unterstützung durch die Firma Demag Cranes & Components.

Betreut wurden die Gymnasiasten von Lehrer Peter Reiter und bei ihrer praktischen Arbeit von Seminarleiter Manfred Kussatz (Nienburg). Referenten waren neben dem Uslarer Demag-Chef Peter Hirschel außerdem Willi Würfel, Reinhard Möller, Herbert Hühne, Hagen Gebbert, Michael Fromme, Christoph Greger (alle Demag) sowie Kathrin Reichwald (Volksbank Solling).

Motivierte Schüler

Sie alle versuchten, den Gymnasiasten eine Woche lang wirtschaftliche Zusammenhänge im Unternehmen und am Markt näher zu bringen. Die Schüler seien sehr aufgeschlossen und motiviert gewesen, hieß es.

Teilnehmer des Uslarer Gymnasiums am Wirtschaftsspiel waren: Franziska Bäthe, Torben Becker, Lara Böhnke, Lukas Don, Timna Friedrich, Lea Hanke, Hanh Huynh, Mirco Lange, Carina Mascher, Milena Meyer, Eva-Maria Mikutta, Niklas Niemeyer, André Olschewski, Regina Reglin, Felix Riemenschneider, Irena Sarcevic, Alina Schönherr, Sarah Schormann, Natalie Schröder und Nora Wünsche. (jdx, 11.02.2009)

 

 

Applaus für Mulan-Musical

 

 

 

Erfolgreiche Aufführung am Gymnasium Uslar mit der Geschichte aus China

 

 

 

 

Uslar. Die als Zeichentrickfilm bekannt gewordene chinesische Ballade "Mulan" inszenierte die Klasse 9 b des Uslarer Gymnasiums mit ihremLehrer Christoph Kloppmann als Bühnenversion. Das Stück (siehe Inhaltsangabe) kam gut an im gut gefüllten Forum der Schule. Als Lohn gab es für die Akteure auf, neben und hinter der Bühne viel Applaus und Lacher für die komödiantischen Teile.

Als Begleitung sang der Schülerchor mit Jungen und Mädchen aus den Klassen 5 a und 5 b Lieder, die sie im Musikunterricht geübt hatten. Musik spielten zum Stück und in den Umbauphasen Marlene Fricke (Klavier), Julian Springer (Gitarre), Janosch Linke-Harenkamp (Gitarre) und Robin Dumnitz (Bass).

 

Etliche Rollen waren mehrfach besetzt: Anabelle Enge, Svenja Meier und Johanna Urban spielten Mulan; den Drachen Mushu verkörperten Anja Reuse, Pauline Steinborn (auch als Heiratsvermittlerin) und Phillip Niemeyer, der auch als Shifu, dem kaiserlicher Berater, auftrat.

 

Das zweigeteilte Bühnenbild hat die Klasse 10 a unter der Leitung von Lehrerin Elke Schulten gemalt, die Kostüme schneiderten die Eltern der Klasse 9 a, und Kai Burghard, Jannik Engelke, Frauke Jäger, Virginie Villa-Choby und Anna Sustrate waren für die Requisiten zuständig.

 

Sie hatten mit einem weißen Feldherrenzelt, das gleichzeitig als Leinwand für Schattenspiele zur Darstellung der Komunikation mit den Geistern der Vorfahren genutzt wurde, eine originelle Idee.

 

Die weiteren Rollen spielten: Lisa Zick, Valerei Fischer (Oma), Tabea Henz (Mutter), Rickmer Reitemeier (Fasu), Mathis Bittermann und Michel Fischbach (Shanyu), Jonas Rackwitz und Nicolas Fischer (Hauptmann), Nicolas Fischer (Kaiser), Lisa Schinke (Ahne), Patrick Janz (Shifu, Späher), Manuel Leibecke, Tim Müller-Zitzke, Jan-Hendrik Riedel, Alexander Kühn, Pascal Heise, Henrik Halm (Soldaten, Hunnen). (rö) Von der Aufführung und auch dem "Making of" (wie das Stück entstanden ist) gibt es DVDs für 10 Euro zu haben. Diese haben Schüler angefertigt. Die Mulan-DVD sind zu bestellen unter Telefon 05571-1452

 

 

Die Abenteuer der mutigen Mulan

 

 

 

 

Gymnasiasten aus Uslar spielen Theaterstück nach dem bekanntem Zeichentrickfilm

 

Uslar. Der bekannte Walt-Disney-Zeichentrickfilm „Mulan“ hat Schüler des Uslarer Gymnasiums zu einem Theaterprojekt angeregt. Am Donnerstag, 5. Februar, wird die Bühnenfassung der chinesischen Ballade im Forum des Gymnasiums aufgeführt.

 

Die Geschichte: Das Mädchen Mulan, das im China früherer Tage lebt, möchte in den Krieg ziehen. Doch dazu muss man ein Mann sein. Mulan ist entschlossen. Sie verschwindet eines Nachts von zu Hause, schneidet sich die Haare ab und taucht in der Armee auf. Als die Ahnen der Familie dies mitbekommen, erwecken sie den steinernen Drachen zum Leben und beauftragen ihn, Mulan zurückzubringen...

 

Stimmungsvolle Lieder

 

Um aus dem Stoff des Zeichentrickfilms ein Theaterstück zu machen, haben sich die Schüler verschiedener Klassenstufen zusammen getan. Das Lied „Wer bin ich?“ möge sie besonders gern, sagt Fatma Achami aus der Klasse 5b. Mit ihrer Klasse hat sie alle stimmungsvollen Lieder des Films einstudiert.

 

Fleißarbeit erforderte die Zusammenstellung der Texte für die Schauspieler. Frederike Schift (Klasse 11b): „Zu Beginn des Schuljahres haben wir in kleinen Gruppen den gesamten Text des Zeichentrickfilms herausgehört und aufgeschrieben.“

 

Die Klasse 9a hat sich mit der Theaterfassung beschäftigt. „Ich finde meine Rolle als Mulan sehr anregend“, sagt Johanna Urban, „weil sie Denkanstöße gibt, was für die Frauenrechte schon alles bewirkt wurde“. Nikolas Fischer aus der 9a spielt den Kaiser und berichtet: „Wir haben unsere Kostüme selbst entworfen und zugeschnitten.“

 

Musiklehrer Christoph Klopp, der das klassenübergreifende Projekt leitet, freut sich über das Engagement: „Jeder übernimmt mit Spaß seine Teilverantwortung für das Ganze.“

 

Das Ergebnis der Arbeit ist nach den Zeugnisferien am kommenden Donnerstag zu sehen. Die Vorstellung für Kinder und Erwachsene beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. (shx, 02.02.2009)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichts-Kurs holt Preis in Berlin

Platz neun für Uslarer Gymnasiasten beim Denktag-Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

 

 

Uslar. Der Seminarfachkurs „Gedenken und Geschichte. Probleme des historischen Erinnerns“ vom Gymnasium Uslar hat beim bundesweiten Denkt@g-Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem 9. Rang einen Platz unter den zehn besten Beiträgen erreicht. Der Lohn für die Teilnahme: Die zehnköpfige Schülergruppe aus dem Jahrgang 13 war zwei Tage nach Berlin eingeladen und gewann zudem einen eintägigen Besuch in der Landeshauptstadt Hannover, mit Glück gehört ein Gespräch beim Ministerpräsidenten Christian Wulff dazu.

Der Beitrag der Uslarer Gymnasiasten (eine Internetpräsentation) geht auf ihre Facharbeiten zurück, die im Seminarfachkurs entstanden. Dabei geht es um die Aufarbeitung der Judenverfolgung im Solling. Den Anstoß für die Teilnahme gab das Buch „Gedenke und Vergiss nie“ von Detlev Herbst (Volpriehausen) und Dr. Wolfgang Schäfer (Bodenfelde) über die Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Solling. Fachlehrer des Kurses ist Schulleiter Dr. Hermann Weinreis.

Im Zentrum des Beitrags „stand die Erinnerung an Opfer des Holocausts in unserer Region, so dass über die vor einem Jahr in Uslar verlegten ‘Stolpersteine‘, über die letztes Jahr von Bodenfelde nach Göttingen translozierte (versetzte) Synagoge und über die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Bergen Belsen geschrieben wurde“, schildern Anna-Katharina Nolte und Sascha Kirchhoff aus der Gruppe.

Vor der Preisverleihung in Berlin gab es ein Rahmenprogramm unter anderem mit dem Besuch des jüdischen Museums und des Anne-Frank-Zentrums. Während der Siegerehrung wurde das Engagement der Uslarer Gymnasiasten für die Aufarbeitung der Judenverfolgung vielfach gelobt. Es sei heute und in der Zukunft besonders wichtig, eine „neue Form der Erinnerungskultur“ zu kultivieren, sagte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert bei der Preisverleihung, da „mit den Zeitzeugen ein Stück Authentizität wegfalle“.

Lammert saß in der Jury (unter anderem mit Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland) und war Schirmherr des Wettbewerbs. An der Preisverleihung nahm auch der frühere Fußball-Bundesligaprofi und Champions-League-Gewinner René Tretschok teil. (fsd, 31.01.2009)

 

 

 MIt freundlicher Genehmigung der hna