Hilfe für Waisenkinder in Indien
Wir, die Klasse 9b (Schuljahr 05/06), hatten im Religionsunterricht zum Thema „Sehnsucht nach Gerechtigkeit“ die Idee, mit Hilfe einer Tombola am „Tag der offenen Tür“ Spenden für die Einrichtung und Führung eines Heimes für Straßenkinder zu sammeln. Dieses Heim wird von einem indischen Pastorenehepaar geleitet. Sharmily, die Pastorin, hat die Schulgemeinschaft schon vor einigen Jahren durch eine ehemalige Schülerin des Gymnasiums, Madleina Dähnhardt, kennengelernt und sie bereits in ihrem Studium finanziell unterstützt.
Ein großer Teil der Klasse und ein paar weitere engagierte Leute haben dieses Projekt mit Frau Steiner-Lönneker und dem Referendar Herrn Montag (zeitweise auch Frau Sobotschinski) in die Tat umgesetzt, was mit einiger Arbeit verbunden war. So haben einige Schülerinnen und Schüler bereits vor unserer Projektwoche im Mai 2006 in Uslarer Geschäften um Spenden gebeten, die wir zu unserer großen Freude auch sehr reichlich bekommen haben! Während der Woche mussten die mehr als 700 Lose geschrieben, gefaltet und getackert werden. Alle etwa 360 gespendeten Preise haben wir sortiert, nummeriert und ansprechend aufgestellt. Da wir nicht nur Spenden sammeln, sondern auch durch Infoplakate die Besucher über die Umstände im indischen Bundesstaat Tamil Nadu informieren wollten, haben wir noch einiges über die Lebensumstände der Kinder dort recherchiert und mit Bildern ausgestellt.
Am Tag der offenen Tür hatten wir schließlich gut damit zu tun, die Lose zu verkaufen und die Preise auszugeben! Alles in allem war unser Projekt ein großer Erfolg, der ohne die Besucher, Schüler und Lehrer, welche die Lose so zahlreich gekauft und zusätzlich Geld gespendet haben, nicht möglich gewesen wäre. Fast 1000,- Euro konnten wir ein-nehmen! Dafür möchten wir uns bei allen ganz herzlich bedanken!
Jannik Bähr, Dominik Maslo, Annette Steiner-Lönneker
Inzwischen betreut das Ehepaar Johns fünf Kinder, 2 Jungen und 3 Mädchen zwischen 5 und 11 Jahren. Sie sind keine Waisen, aber aus so armen Familien, dass es den Eltern sehr schwer fällt, auf ihre Arbeitskraft als Verdienstquelle zu verzichten, damit sie im Kinderheim die Chance auf eine gute Schulbildung und gesunde Lebensbedingungen haben und nicht unter ärgsten Bedingungen auf der Straße hausen. So müssen Schulgeld, Kleidung, Wohnung, Nahrung und Einrichtung finanziert werden. Ehepaar Johns wird mit seiner Arbeit von den Menschen und Behörden inzwischen sehr respektiert und um Hilfe gebeten, so dass es hofft, seine Arbeit auf weitere Kinder ausdehnen zu können.