Studienfahrten

Studienfahrten




München bei Kaiserwetter 01.-05.09.2008

Die letzte Kursfahrt nach „altem Modell“ mit den Tutoren Frau Kretzschmar-Hartmann, Herrn Helbing und Herrn Wagener führte uns – 35 Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs – nach München. Nach einer zügigen Busfahrt erreichten wir schon um 15:00 Uhr unsere Unterkunft. Eher zweckmäßig denn gemütlich oder komfortabel haben wir die 6-Bett-Zimmer als reine Schlafstätten dann auch kommentarlos hingenommen. Nach dem kurzen Einchecken und Abwerfen des Gepäcks führte unser erster Weg in die Stadtmitte. Trotz einzelner Orientierungsprobleme (ist geradeaus geradeaus oder der Straße folgend?) haben sich alle einen ersten Überblick verschafft. Der Tag klang ruhig aus, da für den ersten Abend der Zapfenstreich auf 23:00 Uhr festgelegt worden war. Viele trafen sich im Augustiner, wo es neben gutem Bier teure Brezel und unhöfliche Bedienungen gab.

Der Dienstag brache herrlichen Sonnenschein und wir starteten unsere Stadtrundfahrt durch München. Nach dem Nymphenburger Schloss führte die Tour zum Olympiagelände mit erstem längeren Stopp. Großes Highlight im wahrsten Sinne des Wortes war der Besuch des Olympiaturms und die Aussicht von dort. Die weitere Rundfahrt führte uns dann an allen Sehenswürdigkeiten Münchens vorbei: Allianz-Arena, Viktualienmarkt, Maximilianstraße, Feldherrenhalle, Universität u.v.m. Die Stadttour endet an den Pinakotheken, von denen wir die Alte besuchten – entsprechend motiviert durch das Tutorenteam: „Man muss Kunst nicht mögen, aber man sollte sich nicht die Chance entgehen lassen mal einen Dürer oder Rubens im Original zu sehen!“ Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, was ausgiebig beim Shoppen und Testen der einheimischen Brauereien genutzt wurde.

Am Mittwochvormittag besuchten wir alle das Deutsche Museum. Die Zeit verging hier sehr schnell, da für alle Interessen etwas angeboten wurde. Am Nachmittag war dann mein persönlicher Höhepunkt der Kursfahrt. Mit dem Bus ging es nah Bad Tölz, wo wir eine Raftingtour auf der Isar unternahmen. Professionell eingekleidet mit Gummischuhen, Neoprenanzug, Helm und Schwimmweste, das Paddel in der Hand, wurden wir in den Gebrauch der Boote und das Verhalten im Wildwasser eingewiesen. Und dann starteten die drei Gummiboote und es entwickelte sich eine dreistündige Wasserschlacht, die nur selten unterbrochen wurde. Stromschnellen wurden durchfahren und dann flussauf umtragen, um sie erneut durchfahren zu können. An anderer Stelle konnte man ein Stück in Wildwasserhocke treiben – Abwechslung und gute Laune bei herrlichem Wetter – und ca. 9° Wassertemperatur, weswegen einige zum Ende hin ganz schön durchgefroren waren.

Der Donnerstag führte uns dann nach Garmisch-Partenkirchen, wo die dortige Partnach-Klamm durchlaufen wurde. Anschließend ging es mit der Bergbahn auf die Wank, von wo aus wieder die Aussicht genossen werden durfte. Gegen 15:30 Uhr zurück in München hatten wir noch einmal freie Zeit, die alle gerne nutzten. Ein Teil nahm im Hofbräuhaus stilvoll Abschied von der bayrischen Landeshauptstadt, denn am frühen Freitagmorgen, nach wenigen Stunden Schlaf, startete der Bus kurz vor 8:00 Uhr so dass wir nach knapp 7 Stunden Fahrt wohlbehalten Uslar erreichten.

Mein Dank gilt den drei Tutoren für die gute Organisation, die Berücksichtigung von Schülerinteressen und die gute Laune, die alle drei nie verloren, so dass es für mich eine unvergessliche Abschlussfahrt geworden ist.