Umweltschule

 +++6000 Euro für Obstwiese +++

Uslarer Gymnasium erhält Zuwendung von Europa-Möbel-Umweltstiftung

Uslar. Jedes Jahr lobt die Europa-Möbel-Umweltstiftung (Ein Zusammenschluss von 600 Möbelhäusern mit Sitz in Fahrenzhausen bei München) über 96 000 Euro für ökologisch-förderfähige Projekte in ganz Deutschland aus. Mitglied sind auch das Uslarer Unternehmen Möbel Wehe und die Göttinger Firma Küchen Total.

Foto: Dumnitz

 

Alte Streuobstwiese – neues Schulprojekt: Schulleiter Dr. Hermann Weinreis (von links) nahm zusammen mit Fachlehrer Wolfgang Röttger sowie Ilka Hillebrandt und Michael Wehe die Fläche in Augenschein, für dessen Unterhaltung die Schule Geld bekam.

Durch Werbung dieser Unternehmen wurde das Uslarer Gymnasium auf die Aktion aufmerksam, bewarb sich mit einem neuen Streuobst-Projekt und erhielt jetzt 6000 Euro Fördergeld für die Pflege und Unterhaltung. Ilka Hillebrandt (Küchen Total) und ihr Lebensgefährte Michael Wehe (Möbel Wehe) überbrachten symbolische einen Scheck und sahen sich bei der Gelegenheit das Projekt neben dem Schulgelände an. „Das Geld wird sicher gut angelegt“, sagte Michael Wehe, der 1991 sein Abitur am Uslarer Gymnasium ablegte.

Wehe freut sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Ilka Hillebrandt, dass seine frühere Schule so viel Stiftungsgeld erhielt. Gleichzeitig machte er auch anderen Schulen und Einrichtungen Mut, sich für Fördergeld aus der Umweltstiftung zu bewerben. Hillebrandt und Wehe seien Ansprechpartner vor Ort, die Bewerbungen gern weiterleiten, hieß es. Das Streuobst-Wiesenprojekt an der Petershöhe zeichne sich durch Ökologie und Nachhaltigkeit aus, lobte Michael Wehe. „Manchmal fängt Naturschutz direkt vor den Haustür an“, stellte Ilka Hillebrandt fest.

Fachlehrer Wolfgang Röttger hat auf Grundlage des Konzeptes „Rund um den Apfel“ des ehemaligen Abiturienten Christoph Bauer die Streuobstwiese als Projekt ausgesucht. Längerfristig zur Verfügung stellt die Fläche an der Böschung zwischen dem Mühlengraben und dem Uslarer Georgshof Marion Ilse von den früheren Ilse-Möbelwerken.

Schulleiter Dr. Hermann Weinreis freut sich über die Spende. Das Gymnasium ist seit 2009 zertifizierte Umweltschule in Europa. Und da passe die Förderung zum Erhalt und Erhöhung der Artenvielfalt auf der Streuobstwiese gut ins Konzept, so Weinreis.

Die alten Obstbäume sollen mit Schülerprojekten von der Unter- bis zur Oberstufe gepflegt und erweitert werden. Alte Sorten sollen so erhalten und etwa zu Saft verarbeitet werden. (jdx, 04.10.2010) 

Wir wollen Umweltschule werden!

 Umweltschule

So lautet zumindest der Beschluss der Gesamtkonferenz vom  6. November 2007.

Die Teilnehmer der Gesamtkonferenz haben sich mit großer Mehrheit für eine Teilnahme unserer Schule am Wettbewerb „Umweltschule in Europa“ für den Zeitraum 2007 bis 2009 ausgesprochen.

In diesem Zeitraum müssen zwei Themenbereiche bearbeitet und dokumentiert werden:

A)    ein Pflichtthema aus den Bereichen Energie/Klimaschutz, Abfall/Recycling, Wasser oder Mobilität

B)     ein Zusatzthema aus dem Bereich „Nachhaltige Entwicklung“

 

Aus dem Bereich A wollen wir im Projektzeitraum das Thema Energie und Klimaschutz verstärkt bearbeiten, dabei soll nach Möglichkeiten zur Energieeinsparung an unserer Schule gesucht und die Auswirkungen auf das Klima herausgearbeitet werden.

Für den Themenbereich B bietet sich trotz oder gerade durch die Lage der Schule „im Grünen“ der Bereich Erhöhung der Artenvielfalt auf dem Schulgelände, aber auch in der näheren Umgebung an.

Der besondere Stellenwert der Arbeit in beiden Bereichen kommt auch in unserem Leitbild zum Ausdruck: „Unsere pädagogische Arbeit soll geleitet sein von (…) der Einsicht, dass nur eine auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz gerichtete Welt zukünftiges Leben sichert.“

 

Unsere dokumentierten Bemühungen werden dann im Jahr 2009 hoffentlich mit der Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ gekrönt. Wir sind dann berechtigt, das Emblem der Umweltschulen in unserem Briefkopf zu verwenden, wichtiger sollte allerdings die Erkenntnis sein, „etwas für die Umwelt getan zu haben“!

Kontakt: Wolfgang Röttger (Fachobmann Biologie)