Ziel der Ausbildung ist es, den Acht- und Neuntklässlern Verhaltensmöglichkeiten an die Hand zu geben, die sie befähigen, in Konfliktsituationen an den Bushaltestellen und im Schulbus eingreifen zu können. Anhand von Rollenspielen werden die SchülerInnen an insgesamt 6 Trainingstagen ausgebildet und auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Bussen, die sie selber täglich für ihren Schulweg nutzen, bestens vorbereitet. Die Ausbilder Torsten Uhlendorff und Florian Reschke schulen die Teams dabei in unterschiedlichen Konfliktsituationen, wie sie jeden Tag im Bus vorkommen können: wenn ein Schüler von anderen am Aussteigen gehindert wird, bei Sachbeschädigungen, bei Rangeleien etc.
Außerdem sammeln die angehenden Bus-Scouts Erfahrungen mit der Technik des Busses wie z.B. der Tür-Sperre und erleben, wie vom Fahrersitz aus die Situation im Bus wahrgenommen wird. Die Scouts lernen Situationen einzuschätzen, bei Bedarf zu handeln und gegebenenfalls den Busfahrer einzubeziehen.
Ansprechpartnerin an der Schule ist Roswitha Gnadt.
+++ Scouts für die Schulbusse +++
USLAR. Das Interesse von Jungen und Mädchen aus den achten Jahrgängen der Uslarer und Bodenfelder Schulen an einer Bus-Scout-Ausbildung ist ungebrochen hoch. Diesmal konnten gar nicht alle Interessierten mitmachen, sagte Torsten Uhlendorff am Mittwoch am Rande der Dankeschön-Feier mit Pizza und Bowlingspaß zur Ausgabe der Zertifikate.
Aus dem Bereich Uslar wurden 20 Schüler zwischen 13 und 15 Jahren ausgebildet, aus Bodenfelde sind es 17 Schüler. Sie sind alle Nutzer der Schulbusse und wollen künftig auf den Fahrten zur Schule und auf dem Nachhauseweg dafür sorgen, dass Streitigkeiten nicht eskalieren.
Neue Scouts des Gymnasiums sind: Madeleene Knoke, Paula Hirte, Anna Hummel, Annika Rischpeter (alle Hardegsen), Dustin Krüger, Marcus Becker (beide Bodenfelde), Frederic Sonne (Heisebeck), Erik Fasse (Delliehausen), Sarina Scheike, Lina Bauche (beide Volpriehausen), Marie Dormann (Schlarpe) und Kerstin Schulz (Verliehausen).
Aus dem Bereich Uslar sind nun 68 Busbegleiter unterwegs. Alle Scouts sind angehalten, das Gespräch zwischen Kontrahenten zu suchen, wenn es Stress im Bus gibt.
Mit Rat und Tat zur Seite stehen den Scouts aus den achten Klassen der vier Schulen die Trainer Torsten Uhlendorff und Florian Reschke von der Uslarer Polizei. Während ihrer Ausbildung wurden sie zudem von ihren Lehren betreut. Das war am Gymnasium Uslar Roswitha Gnadt. Geübt wurde unter anderen in Rollenspielen, Lehrstunden und einem praktischen Training im Bus, sagte Torsten Uhlendorff. Hilfssherriffs seien die Scouts nicht. (jdx, 25.11.2011)
Mehr Sicherheit im Bus
Trainierte Schüler sollen in Schulbussen gegen Aggression und Zerstörung wirken
Uslar/Oberweser. Ihre Lizenz als Bus-Scouts – also Begleiter und Kundschafter – erhielten am Dienstag 36 Jungen und Mädchen aus vier Schulen der Region: Die beiden Trainer Torsten Uhlendorff und Florian Reschke verteilten nach der Ausbildung die Zertifikate an Schüler der Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde, der Sollingschule (Haupt- und Realschule), der Albert-Schweitzer-Förderschule und des Gymnasiums (alle Uslar).
Laut Uhlendorff sind unter dem Dach des Zweckverbandes Verkehrsverband Südniedersachsen (ZVSN) 1400 Bus-Scouts an 61 Schulen in Südniedersachsen im Einsatz. An der Bodenfelder Gesamtschule sind es 36 Jungen und Mädchen, in Uslar 52 hauptsächlich aus dem achten Jahrgang.
Trainer Torsten Uhlendorff, der Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens Regiobus-Uhlendorfff in Oberweser ist, nennt als Hauptgrund für die Bus-Scout-Ausbildung die Prävention. Ehrenamtlich setzen sich die Schüler im Team für mehr Sicherheit in den Schulbussen ein. Sollen als Schlichter bei Streit wirken und außerdem Aggression und sinnlose Zerstörung verhindern und so für ein besseres Miteinander auf dem Schulweg sorgen.
Durchweg gute Erfahrungen
Bisher seien durchweg gute Erfahrungen gemacht worden, hieß es. Bus-Scouts seien jedoch kein Sicherheitsdienst und auch keine Hilfspolizisten, sagt Polizist Florian Reschke. Sie sollen eher Vermittler zwischen streitenden Mitschülern und anderen ein gutes Vorbild sein. Dafür wurden sie in 16 Schulstunden ausgebildet. Außerdem sollen alle Scouts durch Freundlichkeit, Höflichkeit und sicheres Auftreten überzeugen.
Als Dankeschön wurden die neuen Bus-Scouts zum Essen eingeladen. Bei der Verleihung der Zertifikate im Uslarer Restaurant Dolce Vita gab es auch Gelegenheit zum Kegeln und Bowlen.
Begleiter und Betreuer des Gymnasiums Uslar: Kira Pfeiffer (Uslar), Jonas Schulze (Oedelsheim), Saskia Misselhorn, Anna Wasmuth (beide Bodenfelde) und Johanna Gries (Polier). Betreuerin: Roswitha Gnadt.
Informationen im Internet: www.bus-scout.com
+++ 32 neue Scouts in Bussen 2011 +++
Speziell geschulte Schüler sollen für stressfreie Fahrten der Mitschüler sorgen

Bowlingspiel als Dankeschön: Für die neuen Bus-
Uslar/Bodenfelde. Stress in Schulbussen muss nicht sein. Auf den Straßen der Region Uslar und Bodenfelde sorgen seit einigen Jahren speziell geschulte Scouts (Begleiter) für ein besseres Miteinander. Am Donnerstag erhielten 32 neue Bus-Scouts ihr Zertifikat überreicht.
In einem Uslarer Restaurant gab es Pizza und kostenlosen Bowlingspaß als Dankeschön für das Engagement. Zuvor wurden die Begleiter in Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Südniedersachsen an mehreren Terminen für ihre Aufgaben vergleichbar mit der eines Streitschlichters vorbereitet.
Projekt-Trainer Torsten Uhlendorff teilte mit, dass es an den Uslarer Schulen bereits 65 Bus-Scouts und an der Bodenfelder Gesamtschule 35 solcher Begleiter gibt. Bisher haben man gute Erfahrungen mit den Schülern gemacht, die ihre Mitschüler zur Fairness im Bus anhalten. Vor allem sei durch den Einsatz der Scouts die Kommunikation unter den Schülern in den Bussen verbessert worden. Man rede miteinander, bevor es stressig wird.
Neben Torsten Uhlendorff wurden die neuen Scouts an sechs Terminen über 16 Schulstunden auch vom Uslarer Polizisten Florian Reschke geschult. Projektbetreuerinnen der Heinrich-Roth-Gesamtschule waren Susanne Roth und Evi Mantel. Die Bodenfelder Schule stellt zwölf neue Bus-Scouts. Drei Scouts stellt die Sollingschule Uslar (Haupt- und Realschule), die von Swenja Noack betreut wurden, zwei die Albert-Schweitzer-Schule mit Projektbetreuer Bernhard Spiess, 16 Scouts kommen vom Uslarer Gymnasium. Deren Betreuerin war Roswitha Gnadt.
Das Bus-Scout-Projekt läuft seit ein paar Jahren. Inzwischen gibt es 2200 geschulte Busbegleiter an 64 Schulen im Bereich Südniedersachsen, die von 30 Trainern auf ihre Aufgaben vorbereitet wurden. Die Trainer sind stets Ansprechpartner. (jdx, 04.02.2011)