Busscouts

Ausbildung zum Bus-Scout am Gymnasium Uslar

  

„Bus-Scouts sorgen gemeinsam für ein besseres Miteinander auf dem Schulweg“,

so wirbt ein Flyer, der SchülerInnen  motivieren will, sich zum Bus-Scout ausbilden zu lassen. An unserer Schule haben sich 14 SchülerInnen aus den Jahrgängen 8 und 9 bereit erklärt, an dem Projekt teilzunehmen. Dieses wird gemeinsam vom Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN), von Regiobus Uhlendorff GmbH & Co. Kg und der Polizei in  Zusammenarbeit mit der Schule organisiert und geleitet.

Ziel der Ausbildung ist es, den Acht- und Neuntklässlern Verhaltensmöglichkeiten an die Hand zu geben, die sie befähigen, in Konfliktsituationen an den Bushaltestellen und im Schulbus eingreifen zu können. Anhand von Rollenspielen werden die SchülerInnen an insgesamt 6 Trainingstagen ausgebildet und auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Bussen, die sie selber täglich für ihren Schulweg nutzen, bestens vorbereitet. Die Ausbilder Torsten Uhlendorff und Florian Reschke schulen die Teams dabei in unterschiedlichen Konfliktsituationen, wie sie jeden Tag im Bus vorkommen können: wenn ein Schüler von anderen am Aussteigen gehindert wird, bei Sachbeschädigungen, bei Rangeleien etc.

Außerdem sammeln die angehenden Bus-Scouts Erfahrungen mit der Technik des Busses wie z.B. der Tür-Sperre und erleben, wie vom Fahrersitz aus die Situation im Bus wahrgenommen wird. Die Scouts lernen Situationen einzuschätzen, bei Bedarf zu handeln und gegebenenfalls den Busfahrer einzubeziehen.

Ansprechpartnerin an der Schule ist Roswitha Gnadt.

 

Mehr Sicherheit im Bus

Trainierte Schüler sollen in Schulbussen gegen Aggression und Zerstörung wirken

Uslar/Oberweser. Ihre Lizenz als Bus-Scouts – also Begleiter und Kundschafter – erhielten am Dienstag 36 Jungen und Mädchen aus vier Schulen der Region: Die beiden Trainer Torsten Uhlendorff und Florian Reschke verteilten nach der Ausbildung die Zertifikate an Schüler der Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde, der Sollingschule (Haupt- und Realschule), der Albert-Schweitzer-Förderschule und des Gymnasiums (alle Uslar).

Laut Uhlendorff sind unter dem Dach des Zweckverbandes Verkehrsverband Südniedersachsen (ZVSN) 1400 Bus-Scouts an 61 Schulen in Südniedersachsen im Einsatz. An der Bodenfelder Gesamtschule sind es 36 Jungen und Mädchen, in Uslar 52 hauptsächlich aus dem achten Jahrgang.

Trainer Torsten Uhlendorff, der Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens Regiobus-Uhlendorfff in Oberweser ist, nennt als Hauptgrund für die Bus-Scout-Ausbildung die Prävention. Ehrenamtlich setzen sich die Schüler im Team für mehr Sicherheit in den Schulbussen ein. Sollen als Schlichter bei Streit wirken und außerdem Aggression und sinnlose Zerstörung verhindern und so für ein besseres Miteinander auf dem Schulweg sorgen.

 

Durchweg gute Erfahrungen

Bisher seien durchweg gute Erfahrungen gemacht worden, hieß es. Bus-Scouts seien jedoch kein Sicherheitsdienst und auch keine Hilfspolizisten, sagt Polizist Florian Reschke. Sie sollen eher Vermittler zwischen streitenden Mitschülern und anderen ein gutes Vorbild sein. Dafür wurden sie in 16 Schulstunden ausgebildet. Außerdem sollen alle Scouts durch Freundlichkeit, Höflichkeit und sicheres Auftreten überzeugen.

Als Dankeschön wurden die neuen Bus-Scouts zum Essen eingeladen. Bei der Verleihung der Zertifikate im Uslarer Restaurant Dolce Vita gab es auch Gelegenheit zum Kegeln und Bowlen.

Begleiter und Betreuer des Gymnasiums Uslar: Kira Pfeiffer (Uslar), Jonas Schulze (Oedelsheim), Saskia Misselhorn, Anna Wasmuth (beide Bodenfelde) und Johanna Gries (Polier). Betreuerin: Roswitha Gnadt.

(jdx, 12.11.2009)

 

Informationen im Internet: www.bus-scout.com